Beam Bench Dokumentation

Dithering-Algorithmen

Was die einzelnen Rastermodus-Optionen bewirken und wann Sie welche wählen sollten. Wörtlich aus der Hilfe in der App übernommen.

Wenn Sie ein Foto gravieren, muss Beam Bench für Tausende von Pixeln entscheiden, wo der Laser feuert und mit welcher Leistung. Das gewählte Verfahren wird als Rastermodus bezeichnet. Einige Modi variieren die Leistung (Graustufen), andere bleiben binär (der Laser ist entweder ein- oder ausgeschaltet) und erzeugen die Illusion von Tonwerten, indem sie die Position der gesetzten Punkte variieren (Dithering).

Die richtige Wahl hängt vom Material und vom Bild ab.

Die Modi

Diese Beschreibungen entsprechen dem Hilfetext in der App für die Einstellungen von Bildebenen.

Graustufen

Graustufen mit variabler Leistung. Jedes Pixel wird mit einer zu seiner Helligkeit proportionalen Leistung gebrannt. Am besten für Fotos auf Materialien geeignet, die gut auf Tonwertabstufungen des Lasers reagieren (z. B. eloxiertes Aluminium, Leder).

Schwellenwert

Reines Schwarz-Weiß. Pixel oberhalb des Schwellenwerts werden übersprungen, Pixel darunter mit voller Leistung gebrannt. Am besten für Strichzeichnungen und Logos geeignet.

Floyd-Steinberg

Klassisches Fehlerdiffusions-Dithering. Eine gute Allzweckwahl für Fotos. Erzeugt weiche Tonwertverläufe.

Geordnetes Dithering

Geordnetes Dithering mit Bayer-Matrix. Schneller als Fehlerdiffusion, erzeugt ein sichtbares Kreuzschraffurmuster. Gut für sich wiederholende Muster oder wenn eine deterministische Ausgabe wichtig ist.

Stucki

Stucki-Fehlerdiffusions-Dithering. Breiterer Fehlerkernel als bei Floyd-Steinberg; erzeugt auf Kosten eines höheren Rechenaufwands weichere Tonwertverläufe.

Jarvis (Jarvis-Judice-Ninke)

Ähnlich wie Stucki, jedoch mit einer geringfügig anderen Fehlerverteilung. Gut für sehr detailreiche Fotos.

Sierra

Sierra-Fehlerdiffusions-Dithering. Ein Mittelweg zwischen Floyd-Steinberg und Stucki.

Atkinson

Verteilt nur einen Teil des Fehlers und erzeugt dadurch schärfere Kanten und einen höheren Kontrast als Floyd-Steinberg.

Halbton

Näherung an das Halbtonraster eines Druckers mittels geordnetem Dithering. Hinweis: Wird derzeit über geordnetes Dithering verarbeitet und ist kein echtes Halbtonraster mit winkelabhängigen Rasterzellen.

Zeitungsdruck

Näherung an ein Zeitungsdruckraster mittels geordnetem Dithering. Hinweis: Wird derzeit über geordnetes Dithering verarbeitet und ist kein echter frequenzmodulierter Zeitungsdruck.

Skizze

Annähernder Bleistiftskizzeneffekt. Experimentell: Verwenden Sie für Fotos vorzugsweise Floyd-Steinberg oder Stucki.

Auswahlhilfe

Material-/BildtypZuerst ausprobieren
Foto auf eloxiertem AluminiumGraustufen
Foto auf LederGraustufen (der Laser erzeugt auf der Oberfläche Tonwertabstufungen)
Foto auf HolzFloyd-Steinberg oder Stucki
Foto auf MDFStucki oder Jarvis (die leichte Glättung ist hilfreich)
Logo/StrichzeichnungSchwellenwert
Sich wiederholendes geometrisches MusterGeordnetes Dithering
Stilisierte PlakatoptikAtkinson (hoher Kontrast)

Wenn Sie nicht wissen, womit Sie beginnen sollen, ist Floyd-Steinberg die sichere Standardeinstellung.

So verarbeitet Beam Bench den Modus

Legen Sie den Rastermodus in den Ebeneneinstellungen unter Bild fest: Öffnen Sie die Ebene im Bedienfeld „Schnitte / Ebenen“ und wählen Sie eine Option aus dem Dropdown-Menü Modus. Dasselbe Dropdown-Menü enthält die oben aufgeführten Hilfetexte als Tooltips.

Das Dithering erfolgt bei der Planung, nicht beim Import. Sie können zwischen den Modi wechseln und die Vorschau erneut erstellen, ohne das Bild noch einmal zu importieren.

Wann die Wahl eine Rolle spielt

Ein falsch gewählter Modus ist in der Vorschau normalerweise an Streifenbildung, blockartigen Tonwerten oder fehlenden Details zu erkennen. Wenn die Vorschau nicht richtig aussieht, ändern Sie den Modus, bevor Sie Material bearbeiten.

Verwandte Themen

On this page