Beam Bench Dokumentation

Vektor und Raster im Vergleich

Zwei Arten, die Bereiche darzustellen, auf denen der Laser aktiviert wird, und warum dies bei der Laserbearbeitung wichtig ist.

Eine Lasermaschine bewegt einen Kopf entlang eines Pfads und aktiviert dabei den Laser. Die Frage, die Beam Bench für jeden Auftrag beantworten muss, lautet: Wie soll dieser Pfad verlaufen?

Es gibt zwei grundlegend verschiedene Antworten, die als Vektor und Raster bezeichnet werden.

Vektor

Ein Vektor ist die mathematische Beschreibung einer Form: „Zeichne eine Linie von (10, 20) nach (50, 60)“, „Fahre diese Bézierkurve ab“, „Fahre um dieses Rechteck herum“. Der Laser folgt dem Pfad direkt. Das Ergebnis ist eine saubere Linie oder Kontur, die in das Material geschnitten wird.

Vektoren lassen sich ohne Qualitätsverlust skalieren: Ein Kreis bleibt ein Kreis, unabhängig davon, ob er 1 mm oder 1 m groß ist. Außerdem sind sie schnell: Der Kopf bewegt sich nur entlang des Pfads, ohne zusätzliche Verfahrwege.

In Beam Bench:

  • Im Linienmodus wird der Laser entlang des Vektorpfads geführt.
  • Im Füllmodus fährt der Laser den Innenbereich des Vektorpfads in parallelen Bahnen ab (siehe Füllmodi).
  • Konturfüllung ist eine Variante der Füllung, die der Kontur des Pfads folgt, anstatt gerade Linien abzufahren.

Vektoreingaben: SVG, DXF, PDF (sofern die PDF-Datei Vektoren enthält), AI, EPS sowie Formen, die Sie mit den Werkzeugen Rechteck, Ellipse, Polygon, Stern, Zeichenstift und Text zeichnen.

Raster

Ein Raster ist ein Pixelraster, in dem jedem Pixel ein Helligkeitswert zugeordnet ist. Um ein Raster zu „gravieren“, fährt der Laser es wie ein Drucker in horizontalen Linien hin und her ab. Abhängig von der Helligkeit des jeweiligen Pixels wird der Laser aktiviert oder nicht aktiviert.

Raster können Tonwerte (Verläufe, Fotos und Schattierungen) darstellen, die mit Vektoren nicht möglich sind. Der Nachteil: Die Bearbeitung dauert länger, da jede Pixelzeile und nicht nur ein Pfad abgefahren wird, und die Auflösung ist fest vorgegeben. Bei zu starker Vergrößerung werden die Pixel sichtbar.

In Beam Bench:

  • Im Bildmodus gravieren Sie ein Raster. Die Pixel des Bildes werden mithilfe eines Dithering-Algorithmus oder als variable Leistung (Graustufen) in Aktivierungsmuster umgewandelt.

Rastereingaben: PNG, JPG und andere gängige Bildformate.

Wann Sie welches Verfahren verwenden sollten

Einige Aufgaben sind eindeutig für Vektoren geeignet:

  • Ausschneiden von Teilen aus Material.
  • Gravieren eines Logos, Emblems oder Textes.
  • Ritzen einer Falzlinie.

Einige Aufgaben sind eindeutig für Raster geeignet:

  • Gravieren eines Fotos.
  • Reproduzieren einer Halbtonillustration.
  • Gravieren eines Graustufenverlaufs.

Bei manchen Aufgaben ist die Abgrenzung jedoch weniger eindeutig:

  • Eine als JPG importierte Strichzeichnung könnte zunächst mit dem Dialog „Bild nachzeichnen“ vektorisiert und anschließend als Vektor geschnitten werden. Dies ergibt in der Regel ein besseres Ergebnis als die Rasterbearbeitung.
  • Ein Vektorlogo könnte gefüllt (Vektorfüllung) statt als Raster graviert werden. Dies ist in der Regel schneller und liefert ein saubereres Ergebnis.

Wenn Sie die Wahl haben, sollten Sie Vektoren bevorzugen. Die Bearbeitung ist schneller und das Ergebnis schärfer. Verwenden Sie Raster, wenn das Bild Tonwerte enthält, die Vektoren nicht darstellen können.

Verarbeitung in Beam Bench

Der Modus (Linie, Füllung, Bild usw.) wird im Bedienfeld „Schnitte/Ebenen“ für jede Ebene einzeln ausgewählt. Sie können Vektor- und Rasterebenen im selben Projekt beliebig kombinieren.

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